Hier findest du Informationen über die Allgemeinen Vertragsbedingungen bezüglich Hebammenbetreuung.

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Leistungen

Grundlage ist der Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilft nach § 134a SGB V, abgeschlossen zwischen den Berufsverbänden der Hebammen und dem GKV-Spitzenverband.

Folgende Leistungen können vereinbart werden:

  • Beratung in Schwangerschaft, zu Geburt und Wochenbett,

  • Vorgespräch im Vorfeld einer Betreuung,

  • Schwangerenvorsorge,

  • Hilfeleistung bei Schwangerschaftsbeschwerden und bei Wehen,

  • Wochenbettbetreuung bis 12 Wochen nach der Geburt,

  • Beratung bei Still- / Ernährungsschwierigkeiten des Säuglings während der gesamten Stillzeit,

  • Kurse (Geburtsvorbereitung, Rückbildungsgymnastik).

 

Bei behandlungsbedürftigen Problemen in Schwangerschaft oder Wochenbett wird die Hebamme eine ärztliche oder klinische Untersuchung bzw. Behandlung empfehlen.

Geburtsbetreuung ist nicht Gegenstand des Leistungsangebotes.

Die Betreuung ist wie folgt geregelt:

  • Vor einer Betreuung finden ein Vorgespräch als Hausbesuch statt. Hier werden relevante Daten erhoben sowie indivuelle Inhalte besprochen. Dauer ca. 30 Minuten.

  • Schwangerenvorsorge, Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden / Wehen und Wochenbettbetreuung finden als Hausbesuche nach Terminabsprache statt. Dauer ca. 30 Minuten.

  • Um zeitnahe Information über die Geburt des Kindes wird gebeten, um eine passende Terminierung zu ermöglichen.

  • Sofern eine ambulante Geburt geplant ist, wird um Information bereits bei Wehenbeginn gebeten, die die häusliche Betreuung zeitnah nach der Geburt beginnt.

  • Häufigkeit der Hausbesuche richtet sich nach medizinischer Notwendigkeit und individuelle
    m Bedarf der Betreuten.

  • Hausbesuche finden nur in dringenden Fällen abends / an Wochenenden statt.

 


Erreichbarkeit

  • Telefonische Erreichbarkeit wochentags 8 - 18 Uhr (Rückruf, bitte Mailbox besprechen),

  • E-Mails / Nachrichten werden wochentags nach Möglichkeit am selben Tag beantwortet.

  • In dringenden Fällen sowie außerhalb dieser Zeiten wenden Sie sich bitte an die Ihnen nächstgelegene Klink bzw. an den Ärztlichen Notdienst (Tel. 116 117) bzw. die Notrufzentrale (Tel. 112).

 


Terminverlegung / Ausfall der Betreuung / Vertretung

  • In dringenden Fällten kann eine Terminverlegung seitens der Hebamme notwendig sein. Information erfolgt schnellstmöglich. Ein Ersatztermin wird zeitnah vereinbart.

  • Im Krankheitsfall oder aus anderen, von der Hebamme nicht zu vertretenden Gründen, kann eine Terminverlegung oder ein Ausfall der Betreuung nötig werden. Die Hebamme wird sich um eine Vertretung bemühen. Dies kann aufgrund regionalen Hebammenmangels nicht verbindlich zugesichert werden.

  • Im Falle einer gesundheitsamtlich angeordneten Quarantäne oder anderer, die häusliche Betreuung kontraindizierender Gründe, kann anstelle von Hausbesuchen die Betreuung per Videokonferenz abgehalten werden. Die Organisation und Bereitstellung eines Konferenz-Tools obliegt der Hebamme.

  • Termine, die seitens der Betreuten nicht eingehalten werden können, müssen bis 24 Stunden vorher abgesagt werden. Bei Nichteinhaltung darf die Hebamme diesen Termin privat in Rechnung stellen. Bei Vorliegen wichtiger Gründe wird die Hebamme hiervon absehen.
     

Kurse (Geburtsvorbereitung)

  • Ein Geburtsvorbereitungskurs umfalls 7 mal 2 Stunden plus 15 Minuten Pause. 
    Die Kosten werden durch die Gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

  • Kurseinheiten bauen aufeinander auf, weshalb ein späterer Einstieg nicht möglich ist.

  • Versäumte Kursstunden werden von den Krankenkassen nicht gezahlt und müssen daher von der Teilnehmerin privat gezahlt werden. Die Vergütung richtet sich nach der jeweils geltenden Vergütungsvereinbarung der Hebammen nach § 134a SGB V.

  • In dringenden Fällen können einzelne Termine durch die Hebamme verlegt werden. Nach Möglichkeit findet der neue Termin am gleichen Wochentag zur gleichen Uhrzeit statt.

 


Infektionsschutz

Zum Schutze aller von der Hebamme betreuten Familien kommen folgende Schutzmaßnahmen zur Anwendung:

  • Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske während des gesamten Hausbesuches. Dies betrifft alle im Raum Anwesenden.

  • Beschränkung der Anzahl anwesender Personen auf Betreute, Kind, ggf. Partnern, Hebamme. Geschwisterkinder dürfen selbstverständlich bei ihren Eltern sein.

  • Bei Auftreten von Fieber und / oder Krankheitssymptomen ist die Hebamme vor dem Hausbesuch zu informieren. 

  • Gründliches Lüften des Raumes / der Räume, in der / denen der Hausbesuch stattfinden wird, kurz zuvor.

  • Allgemeine Hygienemaßnahmen sind hier nachzulesen:
    https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/alltag-in-zeiten-von-corona/hygiene-beachten.html

  

Haftung

Die Hebamme haftet für Leistungen der Hebammenhilfe im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Für die Tätigkeit der Hebamme im Rahmen dieses Vertrages besteht eine Berufshaftpflichtversicherung. Sofern eine Ärztin / ein Arzt bzw. eine vertretende Hebamme hinzugezogen wird, entsteht zu dieser / diesem ein selbstständiges Vertragsverhältnis. Die Hebamme haftet nicht für die ärztlich veranlassten Leistungen.

 


Medizinische Unterlagen

  • Die Hebamme unterliegt der Schweigepflicht und beachtet die Datenschutzbestimmungen.

  • Daten, die für die Betreuung erheblich sind, werden erhoben, gespeichert, geändert bzw. gelöscht und unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmung an Dritte, z. B. Kostenträger, übermittelt.

  • Daten werden zum Zwecke der Dokumentation / Auswertung verwendet. Die Privatsphäre der Betreuten wird hierbei vor der Öffentlichkeit geschützt. 

  • Im Falle der Hinzuziehung eines Artztes / einer Klinikeinweisung / einer vertretenden Hebamme erkärt sich die Betreute einverstanden, dass die für eine Weiterbehandlung erforderlichen Daten den jeweiligen Stellen / Personene zur Verfügung gestellt werden.

 


Wahlleistungen

 

  • Für Leistungen, die die umschriebenen Leistungen des Vertrages über die Versorgung mit Hebammenhilfe (§ 134 a SGB V) übersteigt, sind die Kosten durch die Betreute zu übernehmen. Gleiches gilt für Wegegelder, die nicht von der Krankenkasse der Betreuten übernommen werden.

  • Vor Inanspruchnahme etwaiger kostenpflichtiger Leistungen wird die Betreute von der Hebamme informiert und ihr Einverständnis eingeholt. Es wird eine Privatrechnung erstellt.

 


Privatrechnungen

  • Privatrechnungen sind innerhalb der vereinbarten Frist zu bezahlen, unabhängig von der Erstattungsdauer durch die Privatversicherung.

  • Bei Zahlungsverzug wird neben Verzugszinsen für jede Mahnung eine Mahngebühr von 5,- EUR erhoben.

  • Für den Fall, dass bei der Betreuten keine gültige Mitgliedschaft bei der angegebenen Gesetzlichen Krankenkasse besteht, werden die Hebammenleistungen privat in Rechnung gestellt.

 


Sonstige Regelungen

Sind einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam, so berührt dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Regelungen.
Die unwirksamen Bestimmungen werden ersetzt durch solche, die der wirksamen am nächsten kommen

Allgemeine Geschäftsbedingungen